
Lichtinszenierung
Dieses Jahr war „Hamlet" das Thema des Bühnenbildworkshops. Fünf Tage lang beschäftigte sich eine Gruppe von 13 Studenten mit dem Ursprung, der Zeit Shakespeares und der neuen Übersetzung von Elisabeth Plessen und kamen zu drei Bühnenbildern inklusive Kostümentwürfen, auf die die Studenten dieses Jahr besonders viel Gewicht legten.
Bereits in der Vorbereitungszeit war das Stück gelesen und Filme gesehen worden; zu Beginn des Workshops wurden Recherchebereiche verteilt und gesammelte Informationen weitergegeben, so daß bald ein umfangreiches Hintergrundwissen entstanden war. Auf dieser Basis gingen die einzelnen Gruppen ans Werk, analysierten das Stück Szene für Szene, visualisierten den Verlauf des Stückes, die Auf- und Abtritte der Charaktere und die benötigten Szenenbauten.
Auch Stimmungen, die die Szenen hervorrufen, wurden betrachtet und die Entwicklung der einzelnen Personen. Aus all diesen Analysen entwickelten sich Ideen und entstanden letzten Endes Bühnenbilder und Kostüme. Als die Modelle gegen Ende des Workshops feste Form angenommen hatten, wurden Lichttests gemacht und Farbstimmungen auf die Bühne gebracht. Nach vollendeter Arbeit fand am Samstag die Präsentation vor dem Team des Theaters statt.

Direkt im Anschluß an unseren Workshop setzten Resisseur Detlef Altenbeck, Bühnenbildner Manfred Dittrich und Kostümbildnerin Alide Büld sich zusammen und besprachen die Produktion, und zwei Wochen später fand die Konzeptionsprobe statt. Hier wurde gemeinsam mit den Schauspielern besprochen, wie das Stück in Szene gesetzt werden sollte. Von da an liefen die Proben.
Vier Studenten nutzen das Angebot, die Produktion zu begleiten und bei Bühnenbild und Kostüm zu helfen. Auch bei der Regie durften wir unsere Ideen einfließen lassen. Herr Altenbeck hat sich dazu entschieden, keines der Bühnenbildvorschläge umzusetzen und die Bühne statt dessen in schlichtes Schwarz zu kleiden, nur durch Fadenvorhänge begrenzt, und so einen undefinierten Raum zu schaffen. Die Kostümvorschläge der Studenten wurden von Alide Büld als Anstoß genutzt, und viele ihrer Kostüme erinnern an unsere Entwürfe. Es ist ein sehr stilles Stück geworden, mit gleichbleibender Bühne und ohne jegliche Klangeinspielung. Noch nicht einmal das Licht verändert sich. Alle Konzentration liegt bei den Schauspielern. Eine große Verantwortung - und eine große Chance. Stella Kasparek schreibt ihr Diplom über dieses Projekt.
